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Der Imkerhonig von Delimel

Delimel Honig (2)

Der Imkerhonig von Delimel

Honig ist etwas herrliches. Ich esse Honig wirklich schon mein Leben lang sehr gerne. Von meinem Großvater bekam mein Vater immer zu seinem Geburtstag eine Kiste mit Honig aus einer Imkerei in Schleswig-Holstein. Darin waren zwei Sorten enthalten: Rapshonig und Lindenblütenhonig. Beide waren sehr sehr lecker. Seit ich nun nicht mehr in Norddeutschland wohne gönne ich mir ab und zu mal einen örtlichen Honig der Region. Allerdings esse ich gar nicht mehr so viel Honig wie früher, ist mir bei diesem Test dann auch aufgefallen. Im Durchschnitt wird in Deutschland etwa 1,1 Kilo Honig pro Kopf pro Jahr gegessen, da liege ich zurzeit weit drunter fürchte ich. Angeschrieben wurden wir von einer Berufsimkerei aus Bulgarien, die nun auch auf dem Deutschen Markt erhältlich ist. Wir bekamen kostenfrei und bedingungslos vier Honig Gläser der Marke Delimel für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Enthalten waren folgende Gläser:

  • ein 500 Gramm Glas Wildblüten Honig (€ 9,90)
  • ein 150 Gramm Glas Honig aus Sonnenblumen und Sommerblüten (Regionalprodukt aus Südbulgarien) (€3,49)
  • ein 150 Gramm Glas Imker-Blütenhonig (Regionalprodukt aus dem Balkan) (€ 3,49)
  • ein 150 Gramm Glas Honig aus Gebirgsblüten (Regionalprodukt aus dem Sakar Gebirge) (€ 3,49).

Honig aus dem Süden Bulgariens

Bei der Firma Delimel handelt es sich um eine Berufsimkerei im Familienbesitz, die es schon seit 40 Jahren in Bulgarien gibt. Hergestellt wird dort nach traditioneller Art und auf bienenschonende Weise. Der Honig kommt aus verschiedenen Gegenden im Süden Bulgariens. Auch wenn der Honig aus verschiedenen Regionen stammt, so ist doch in einem Glas Delimel Honig nur der Honig eines einzelnen Imkers. Anders als bei großen Deutschen Marken, wo man immer wieder erfahren muss, dass der Honig gemischt, naja man kann wohl schon fast sagen, dass er meiner Meinung nach zusammen gepanscht wird. Imkern ist ja nicht nur ein Handwerk, sondern auch eine Kunst, wenn ich das so sagen darf. Denn den richtigen Standort für die Bienenstöcke zu finden ist äußert wichtig. Und schon bei der Auswahl des Standortes den Geschmack des Honigs als Vision im Kopf zu haben, ist wie ein Maler der auf die weiße Leinwand schaut und sein vollendetes Werk schon darauf sehen kann. Am liebsten esse ich Honig auf frischen, hellen Weizenbrötchen mit Butter und dann den Honig als letztes oben drauf. So süß und lieblich zergeht er auf der Zunge. Und ist dabei kein Vergleich zu anderen süßen Brotaufstrichen wie Marmelade, Konfitüre, Gelee, Nutella oder Zuckerrübensirup.

Als erstes habe ich den Wildblütenhonig getestet. Er ist von der Farbe her schön dunkel, goldgelb und in der Konsistenz hart, härter als ich dachte auf jeden Fall. Ich habe ihn pur probiert und musste mit dem Löffel an der Oberfläche kratzen um überhaupt etwas auf den Löffel zu bekommen. Im Mund macht sich dann die Süße schnell breit. Man schmeckt auch deutlich einen Unterschied gegenüber dem oben bereits erwähnten Raps- und Lindenblütenhonig heraus. Enthalten ist vor allem Honig von Blüten der Akazie, des Klees und des Christusdorns. Herausschmecken kann ich das nicht, denn dazu ist mein Gaumen zu selten mit solchen Geschmäckern konfrontiert. Ich würde den Geschmack neben der Süße als blumig bezeichnen. Der zweite Honig war der Honig aus Sonnenblumen & Sommerblüten. Dieser Honig ist sehr hellgelb, fast schon weiß und die Konsistenz ist noch eine Spur härter als der Vorangegangene. Er ist ebenfalls sehr süß, wie Honig eben sein soll, aber er hat auch eine Winzigkeit herbes an sich. Es schmeckt nicht so wie eine Sonnenblume riecht. So hatte ich mir den Honig in etwa vorgestellt. Enttäuscht wurde ich nicht. Der Honig schmeckt gut, allerdings anders als erwartet. Vor allem die Härte ist eine Überraschung gewesen. Der Dritte Honig war der hellgelbe Imker-Blütenhonig. Auch er ist fest, allerdings deutlich weniger fest als die beiden zuvor getesteten Exemplare. Natürlich ist dieser Honig süß, aber gleichzeitig auch sehr fruchtig im Geschmack. Er hat mir bisher am besten gefallen. Das letzte Testobjekt dieser Verkostung ist der Honig aus Gebirgsblüten. Er hat von den drei kleinen Gläsern die dunkelste Färbung, ist aber noch sehr viel heller als der Wildblütenhonig. Beim öffnen des Glases riecht es schon nach Gelee Royal. Der Honig ist milder in seiner Süße und cremiger in seiner Konsistenz. Die Oberfläche ist hart, aber wenn man ein wenig daran kratz, dann kommt ein sehr cremiger Honig zum Vorschein. Die Milde ist überraschend. Die Süße der anderen drei Testobjekte war sehr präsent und durchdringend. Doch diese Gebirgsblüten scheinen, wie ihr Name schon sagt, in einem rauen Klima zu wachsen und daher nur sparsam ihre Aromen preis zugeben.

Fazit

Delimel Honig (6)

Delimel Honig

Wenn ich eine Rangliste erstellen müsste, der vier mir zur Verfügung gestellten Honig Sorten von Delimel, dann wäre der Imker- Blütenhonig mein Favorit gefolgt vom Honig aus Gebirgsblüten, dem Wildblütenhonig und dem Honig aus Sonnenblumen & Sommerblüten. Dabei hat keiner schlecht oder unangenehm geschmeckt. Wie es wohl auch durch falsche Lagerung oder ähnliches vorkommen kann. Schwierig finde ich allerdings die Konsistenz allgemein, denn auf ein Brot zu schmieren ist bei diesen vier Sorten schon sehr schwierig. Und den guten Honig nur in den Tee tun will man bei solch einem Qualitätsprodukt ja nun auch nicht. Zu guter Letzt noch ein Hinweis an alle die Babys oder Kleinkinder habe: Honig ist ein Naturprodukt und kann deshalb Bakterien enthalten die Kleinkinder im Alter von unter einem Jahr schaden können, deshalb wird der Verzehr von Honig erst ab einem Alter von 12 Monaten empfohlen. Dies ist aber auch noch mal auf den Gläsern explizit so aufgeführt. Meine Bewertung fällt recht positiv aus. Ich kann den Honig uneingeschränkt empfehlen, nur die Konsistenz finde ich tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig hart. Daher ziehe ich einen halben Punkt bei meiner Bewertung ab.

Meine Wertung: 4.5 Stars (4,5 / 5)

Honig ist etwas herrliches. Ich esse Honig wirklich schon mein Leben lang sehr gerne. Von meinem Großvater bekam mein Vater immer zu seinem Geburtstag eine Kiste mit Honig aus einer Imkerei in Schleswig-Holstein. Darin waren zwei Sorten enthalten: Rapshonig und Lindenblütenhonig. Beide waren sehr sehr lecker. Seit ich nun nicht mehr in Norddeutschland wohne gönne ich mir ab und zu mal einen örtlichen Honig der Region. Allerdings esse ich gar nicht mehr so viel Honig wie früher, ist mir bei diesem Test dann auch aufgefallen. Im Durchschnitt wird in Deutschland etwa 1,1 Kilo Honig…

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