Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist seit mindestens drei Jahren jedes Jahr weiter angestiegen. Und die Zahl der Einbrüche die dann auch noch durch die Polizei aufgeklärt werden konnten stagniert dagegen auf sehr niedrigem Niveau. Bisher bin ich noch kein Opfer eines Einbrechers geworden und darüber bin ich auch mehr als froh. Da man aber nie weiß, ob, wann und wie es einen im Leben so erwischt, habe ich schon länger mit dem Gedanken gespielt eine Sicherheitskamera zu installieren, damit man die Einbrecher wenigstens erwischen kann, wenn sie denn schon in die eigenen vier Wände eingedrungen sind. Sollte also ab jetzt jemand bei uns einbrechen wollen wird er auf Video aufgenommen. Das Gerät NETGEAR Arlo Q Sicherheitskamera habe ich kostenfrei und bedingungslos zur Verfügung gestellt bekommen. Damit hat man alles im Blick und zeichnet auf, wenn sich etwas in der Wohnung tut, während man schläft oder nicht zu Hause ist.
Gutes Gerät, nur nicht für uns
Am nächsten Tag begann ich erstmal damit einen Gastzugang für unseren WLAN Router einzurichten, denn beim Gynoii war der sehr lange WLAN Schlüssel das Problem, weshalb er sich anfangs nicht verbinden wollte bzw. konnte. Um dies bei der Arlo Q auszuschließen richtete ich den Gastzugang mit einem kurzen WLAN Schlüssel ein. Dann begann ich die selben Schritte wir am Vortag. WLAN Passwort eingeben, Sync Knopf drücken bis die LED Lampe blinkt und dann den QR Code einlesen lassen von der Kamera. Die NETGEAR Kamera gab auch einen Ton von sich der vielversprechend klang. Daher beantwortete ich die Frage der App „Hat die Kamera einen Ton von sich gegeben?! mit dem Button „Ja“. Daraufhin versuchte sich die App mit der Arlo Q Kamera zu verbinden. Doch dies scheiterte beim ersten und beim zweiten und bei jedem weiteren Versuch. Also landete die Kamera wieder in der Ecke und eine erneute Installation wurde für den nächsten Tag fest ins Auge gefasst.
Der nächste Tag startete jedoch mit mir und dem NETGEAR Arlo Q genauso wie der Vortag aufgehört hatte. Trotz erfolgreichem Einlesen des QR Codes wollte sich Handy und Kamera einfach nicht verbinden. Da musste definitiv das Internet zu Rate gezogen werden. Der Gastzugang scheint also auch nicht die richtige Lösung zu sein, da dort einige Ports nicht freigeschaltet sind, die die Arlo Q Kamera aber benötigt. Mh, nun war guter Rat teuer. Meine Laune war im Keller und entmutigt war ich auch, ob ich das ganze doch noch gut zum Laufen bekommen würde.
Der Frust war groß und die Lust erneut die Einrichtung in Angriff zu nehmen nicht mehr vorhanden. Deshalb fragte ich Freunde, ob sie die Kamera bei sich testen würden. Dort war ein IT-Experte im Haus, der würde das vielleicht besser hinbekommen als ich. So war es dann auch. Mit einem kurzen WLAN Passwort und der App erkannten sich dann auch Handy und Arlo Q und man konnte die Wohnung überwachen. Die folgenden Daten der Kamera sind dabei noch sehr interessant:
- 1080p HD – Gestochen scharfe Videoaufnahmen mit Ton
- 130 Grad Weitwinkel
- 8-fach Digitalzoom
- Bewegungserkennung bis 4,5 m
- 2-Wege-Audio (Hören und Sprechen)
- Nachtsicht mit bis zu 8,3 m Sichtweite
- bis zu drei Aktivitätszonen einstellbar
- Netzbetrieb, keine Batterien erforderlich
- kostenlose Cloud-Speicherung für 7 Tage
- keine separate Basisstation erforderlich
Dabei ist der Winkel den die Kamera abdeckt schon echt erstaunlich. Von einem Punkt im Raum sieht man wirklich fast das gesamte Wohnzimmer. Die Kamera ist mit einem Bewegungsmelder und ausgestattet, so dass sofort aufgezeichnet wird, wenn jemand durchs Bild läuft und durch den entsprechenden Alarm erhält man umgehend Bescheid was sich zu Hause tut. Ideal ist so eine Kamera natürlich für die Überwachung in der Nacht, im Urlaub oder für eine Ferienhaus. Denn man benötigt ja nicht mehr als eine WLAN Verbindung und etwas Strom. Klasse ist auch, dass von Netgear einen kostenlose Cloud-Speicherung angeboten wird. Damit hat man die Videos gespeichert und griffbereit. Dieser Speicher lässt sich kostenpflichtig noch erweitern, wenn man das möchte. Ich kann mir den Arlo Q auch als Babyphone Ersatz vorstellen. Denn man hat eine Nachtsichtmögklichkeit und ein 2- Wege- Audio Verbindung.
Fazit zu NETGEAR Arlo Q Sicherheitskamera
Auch wenn wir selber nicht in den Genuss des Arlo Q gekommen sind, so ist die Rückmeldung unserer Freunde doch sehr sehr positiv. Scheinbar legen wir in unserem WLAN Netzwerk zu hohen Wert auf Sicherheit und deshalb funktionierte die Einrichtung nicht. Schade, dass eine Sicherheitskamera da nicht mitmacht und uns nicht bei dem Erhalt der Sicherheit unterstützt. Die Bildqualität und der einsehbare Winkel sind super. Da braucht man nur eine Kamera für einen riesigen Raum. Man kann den Arlo Q hinstellen oder an die Wand/Decke montieren, alles was man dafür braucht ist im Lieferumfang schon enthalten. Und dank des Netzbetriebs ist eine Non-Stop Aufzeichnung möglich, denn mit Akku oder Batterien wäre ja schnell mal eine Aufzeichnunglücke zu verzeichnen. Die Benutzung der App ist intuitiv und selbsterklärend. Auch die Einrichtung wurde wirklich Schritt für Schritt gut erklärt und mit Bilder dargestellt. Bis auf den Punkt, dass ich es selber nicht hinbekommen habe den Arlo Q in unser WLAN Netz einzubinden ohne unseren Sicherheitsstandard herunter zu setzten, habe ich und haben unsere Freunde nichts an dem Arlo Q auszusetzten. Er ist toll verarbeitet, hat ein hübsches Design und ist dabei doch sehr unauffällig. Der aktuelle Preis bei Amazon beträgt € 219,99. Ob ich so viel Geld für eine Sicherheitskamera ausgegeben hätte? Wenn ich ein Haus oder ähnliches hätte, dann eventuell. Aber da wir in einer Mietwohnung wohnen denke ich eher nicht, dass wir diesen Preis bezahlt hätten. Aber für die eigene Sicherheit sollte einem ja eigentlich nichts zu teuer sein. Für unsere Einrichtungsprobleme und den hohen Preis ziehe ich insgesamt einen Punkt bei meiner Bewertung ab.
Meine Wertung: